25.9.2020, 20:00 – CycleCinemaClub „Das Mädchen Wadjda

Wir freuen uns zur petalbetriebenen Projektion abermals den CycleCinemaClub im Gemeinschaftsgarten Donaukanal begrüßen zu dürfen.

Wir zeigen „Das Mädchen Wadjda“: Wo ein Fahrrad ist, ist auch ein Weg. Selbst für die zehnjährige Wadjda im saudi-arabischen Riad, obwohl Radfahren als unpassend für Mädchen gilt. Wie sich Wadjda ihren Traum von einem Fahrrad erfüllt, beschreibt die saudi-arabische Regisseurin und Drehbuchautorin Haifaa Al Mansour in ihrem Debütfilm von 2012.
Nach Einbruch der Dunkelheit unter aktuellen Covid 19 Auflagen und bei gutem Wetter. Für eine kl. Menge an Getränke und Snacks ist gesorgt aber bitte nehmt auch eigene mit.

Wir bitten um eine freiwillige Spende!

18. September 2020, ab ca. 16:00 – Diskussion und Meinungsaustausch über das Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Wagen wir neue Gedankenexperimente, wie unsere Gesellschaft in einigen Jahren aussehen könnte. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen als Weiterentwicklung unseres Sozialstaates – wie könnte das aussehen, was würde sich ändern, ist es überhaupt möglich?

Was konkret fordert das Volksbegehren zum Grundeinkommen? Petra Payer vom Runden Tisch Grundeinkommen steht für Diskussionen, Anregungen, Meinungen zur Verfügung.

Komm vorbei, rede mit uns, bring deine Meinung ein, pro und kontra, informiere dich und …

.. überlege dir, was DU tun würdest, wenn für dein Einkommen gesorgt ist!

  • Könnten wir unsere Talente nicht viel besser entfalten, wenn unsere Existenz bedingungslos gesichert wäre?
  • Wie würde sich die Gesellschaft verändern, wenn jeder Einzelne finanziell unabhängiger wäre?
  • Wie würden sich die Arbeitswelt generell verändern?
  • Wie wollen wir im schneller werdenden digitalen Zeitalter miteinander leben und arbeiten?

Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter und unter Einhaltung der aktuellen covid19 Bestimmungen statt.

31. Juli 2020 von 19:00 – Lesung von El Awadalla

El Awadalla liest aus ihrem neuesten Krimi
„Zu viele Putzfrauen“ https://www.milena-verlag.at/index.php?item=literatur&show_details=255

und aus dem Flüchtlingstagebuch
http://www.sisyphus.at/sisyphus/index.php/book/view/113
lesen.

El Awadalla ist gebürtige Burgenländerin, was bei dieser Frau von Welt eigentlich völlig egal ist, ist sie doch eine wahre Tausendsassarin. Spätestens seit den Widerstandslesungen bei den wöchentlichen Donnerstagsdemos unter schwarz-blau I und II (2000 bis 2006) hat sie sich einen Namen gemacht.
Als Dialektautorin hat sie bereits mehrere Preise eingeheimst, und sich in allen möglichen Vereinen engagiert. Als Millionenshow-Knackerin brillierte sie und konnte eigentlich alle Fragen ohne Joker beantworten.
Die auffällige Brillenträgerin, die sich in fast jedem Gebiet auskennt und für mich ein wandelndes Lexikon darstellt, kandidierte 2016 für das Amt zur Bundespräsidentin, wo sie 1 Tag vor Fristende mit 5500 Unterschriften von 6000 das Handtuch warf. El schafft es gelassen, und so wie ihr der Schnabel gewachsen ist über Dinge zu sprechen die sich andere nicht einmal zu denken getraun.

24. Juli 2020, 18:00 bis 21:00 – Vortrag: Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Petra Payer, langjähriges Mitglied im Gemeinschaftsgarten, informiert über den aktuellen Stand zum Grundeinkommen in Österreich, über die verschiedenen Initiativen, über das laufende Volksbegehren, über Grundsätzliches, damit wir einen guten Überblick zum Thema bekommen. Diskussion im Anschluss erwünscht. Petra beantwortet gerne eure Fragen, möglicherweise gibt es zum einen oder anderen Thema aber (noch) keine Antwort!

Siehe auch: https://guteslebenistbesser.jimdosite.com/
Die Fragen, die ihr euch schon vorab stellen könnt: Was würdest du tun, gäbe es das BGE? Wofür würdest du dich einsetzen? Was würdest du beitragen wollen? Was in der Welt hinterlassen?

28.6.2020, 18:00 – Lesung: Abseitige Geschichten. Akkordeon: Maren Rahmann

Abseitige Geschichten. A. Tantner und G. Fingerlos präsentieren Randständiges und Peripheres aus Wien und seiner Umgebung. Maren Rahmann (Gesang und Akkordeon) trägt passend (Erich Mühsam u.a.) zwischen den Texten zur open air-Lesung vor.
(Beginn ca. 19:00)

Anton Tantner (Schwerpunkt: Nummern- und Flugsandforschung) liest aus seinem Buch „Von Straßenlaternen und Wanderdünen“ und führt ins abseitige Wien dies- und jenseits der Stadtgrenze; Georg Fingerlos (Schwerpunkt Eliten-, Adels- und Bahnhofsbesetzungsforschung) erzählt über den illegalen und heimlichen „Osterausflug“ des ehemaligen und letzten österreichischen Kaisers Karl Habsburg durch Wien anlässlich seines Putschversuchs 1921 in Ungarn und dessen Folgen.

Tantner, Anton: Von Straßenlaternen und Wanderdünen. Miniaturen aus dem abseitigen Wien. Wien: Mandelbaum, 2020.
https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=968&menu=buecher

Fingerlos, Georg: „Ein bisserl aufhängen tät‘ ihm nix schaden!“ Karl Habsburg und eine Bahnhofsbesetzung 1921.
Wien: bahoe books, 2017.
http://www.bahoebooks.net/start_de.php?action=201&id=54

Maren Rahmann ist Sängerin, Musikerin und Schauspielerin.
Sie veröffentlicht mit dem Duo Laut Fragen (mit didi disko) dieser Tage das zweite Album „Facetten des Wiederstandes“.
numavi.bandcamp.com/album/facetten-des-widerstandes

Bau- und Maltage im Garten

Diesen Frühling haben wir im Garten wieder eifrig gearbeitet, da wie jedes Jahr einige Bereiche renoviert und neu gestrichen werden mussten.

Als erstes trafen sich Jörg, Michi und Robert Ende April  um die vorderen Gemeinschaftsbeete entlang vom Kanal zu renovieren. Dafür hoben sie zu Dritt einen länglichen Graben aus, wo darin etwa sechs neue Paletten fixiert wurden.

Dadurch entstand eine Holzwand, die den Pflanzen als Rankhilfe dienen sollen und zusätzlichen Schutz vor z. B. Wind und Regen bieten. Geplant war auf der neu gewonnenen Holzfläche „Willkommen im Gemeinschaftsgarten“ zu schreiben, verziert mit bunten Blumen als Farbtupfer. Die unzähligen Passant*innen werden dadurch freundlich auf unseren Garten aufmerksam gemacht und gleichzeitig willkommen geheißen.

Die Idee wurde bereits liebevoll bei einer Malaktion im Mai von Olivia, Pia und Robert umgesetzt. Wie man auf dem Foto sieht, – eine gelungene Konstruktion, die unseren Garten noch mehr verschönert.

Anfang Juni waren wir noch mal fleißig und haben weitere Bereiche im Garten mit viel bunter Farbe und Fantasie neu gestaltet!

Der Kompost. Meine Geschichte. Nicht nur Gartenarbeit – sondern eine Lebensart.

Zuerst wollte ich Kompostbeauftragter sein, einfach um persönliche Macht im Garten zu haben, wichtig zu sein und Leute zu beherschen. Seitdem habe ich an der schmutzigen Arbeit und der Wissenschaft des Komposts Gefallen gefunden. Mein Machthunger ist auch weniger geworden.

Der Kompostplatz in unserem Gemeinschaftsgarten besteht aus drei Abteilungen: “Gealterter Kompost”, “Arbeitskompost” und “Frischer Kompost”. Neuer Kompost wird immer in die Abteilung “Frischer Kompost” gegeben. Kompost, der schon braun, aber noch nicht vollständig zu Erde geworden ist, gehört auf den “Gealterten Kompost”. Der “Arbeitskompost” bleibt fast immer leer. Dieser wird nur benuzt, um Kompost zu mischen und die verschiedenen Teile zu bewegen.

Die drei Abteilungen liegen direkt nebeneinander. Alle drei sind mit selbstgemalten Schildern markiert worden.

arten donaukanal kompost

Die Chemie des Komposts hat vier Teile. Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff. Es kann passieren, dass Kompost entweder zu nass oder zu trocken ist. Zu nass ist jedoch normalerweise im Freien nicht möglich, weil Wasser leicht in der Erde abfließt. Sauerstoff kann nie zu viel da sein. Stickstoff und Kohlenstoff müssen in Gleichgewicht sein. Es wird gesagt, dass das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff circa 25 zu 1 sein soll. Braune Blätter zum Beispiel enthalten Kohlenstoff und Stickstoff im Verhältnis 50 zu 1. Normalerweise haben grüne Reste einen höheren Stickstoffgehalt und braune Reste einen höheren Kohlstoffgehalt. Zu viel Kohlenstoff ist für den Kompost nicht schädlich, aber es verlangsamt der Prozess. Zu viel Stickstoff kann schädlich sein und der Kompostierprozess läuft nicht richtig ab.

Obwohl es oft nicht praktisch umsetzbar ist, dass der ganze Prosess so genau gemessen und kontroliert wird, gibt es ein par Dinge, die durchaus schaffbar sind. Wenn es heiß und trocken ist, kann der Kompost ziemlich oft gegossen werden, sodass er feucht bleibt. Man kann auch einfach mit der Hand kontrolieren, ob es funktioniert: Der Kompost soll ein paar cm unter der Oberfläche heiß sein, auch wenn es kalt draußen ist. Man weiß, dass der Kompost zuviel Stickstoff hat, wenn er unangenehm riecht. Frischer Sauerstoff wird beim Mischen hinzugefügt. Deshalb existiert der leere “Arbeitskompost” Kasten. Je öfter der Kompost durchmischt wird, desto mehr Sauerstoff bekommt er und der chemische Prozess wird beschleunigt. Die leere Abteilung in der Mitte hat auch eine zweite Funktion. Der Kompost, der unten liegt, wird immer zuerst fertig und kann zum Gärtnern benutzt werden. Deshalb kann man den “Arbeitskompost” benutzen, um den oberen Teil des Komposts zu bewegen und zwischenzulagern.

Erntedankfest 2019 mit Foodsharing Wien

Am Sonntag Nachmittag, den 13.10.2019, trafen sich einige Gärtnerinnen und Gärtner bei schönem Wetter zum Erntedankfest 2019. Es befand sich eine bunte Mischung von Menschen in unserem Garten. Viele davon waren vom Verein Food-Sharing.at.

So wie jedes Jahr fand bei uns im Garten eine Food-Sharing-Aktion statt. Bei dieser Aktion wird ein Lastenfahrradstand mit „geretteten“ Lebensmittel aufgestellt. Die angebotenen, vollwertigen Lebensmittel wären sonst auf den Müll gelandet. Man konnte wieder gratis verschiedene Lebensmittel mitnehmen. Es gab z.B. Brot, Obst, Gemüse, Eier und vieles mehr.

Unter den GartenfreundInnen wurden aber auch viele selbstgemachte Köstlichkeiten probiert und ausgetauscht. Es entstand eine rege Diskussion über neue Rezepte und Kochideen.

Ein besonderes Highlight waren die unterschiedlichen Solaröfen, die Michi organisierte und aufstellte. Einer davon war ein Parabolspiegel, der mit gebündelten Sonnenstrahlen genug Hitze zum Kochen erzeugt. Wir probierten mit den unterschiedlichen Öfen Brot zu backen, eine Eierspeise in der Pfanne zu kochen und ein gerettetes Brot mit Käse zu überbacken. Leider hat uns die Sonne ein wenig im Stich gelassen, aber ein Versuch war es trotzdem wert.

Diese bei uns eher seltene, aber sehr nachhaltige Kochweise, erweckte auch viel Aufmerksamkeit und Interesse bei den PassantInnen.

So war auch heuer wieder das Erntedankfest ein spannendes und inspirierendes Erlebnis. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

13.8.2019, 19:00 – „Von Barometermachern und Wanderdünen“ eine Lesung mit Anton Tantner

Am 13.8. durften wir den Historiker Anton Tantner bei uns im Garten zu einer Lesung begrüßen. Er las aus einer Reihe von Artikeln, die er für den Augustin, die Wiener Zeitung und Malmoe verfasst hatte. Ganz gleich, ob es um den ersten österreichischen Radfahrweg von 1899, die Wanderdünen des Marchfelds oder um den Donauprallhang im Erdberger Mais geht, ob ein windiger Barometermacher, eine infame Krawallzeitung oder der Blitzableiter am Stephansdom behandelt werden, Anton Tantner lädt dazu ein, unerwartete Blicke auf die Geschichte und Gegenwart Wiens und seiner Umgebung zu werfen. Es war ein wunderbarer Abend, vielen Dank!